Medienmitteilungen

 


 

Bern, 16. Juni 2017

Medienmitteilung

Reform Altersvorsorge: Die Rechnung wird nicht bezahlt

Die Generationenallianz schickt die Reform zurück an den Absender

Die Reform der Altersvorsorge 2020 ist ein ungedeckter Check über 1,4 Milliarden Franken jährlich, den die junge Generation bezahlen soll. Damit wird das Prinzip der Generationengerechtigkeit in der AHV verletzt. Die breit aufgestellte „Generationenallianz" will darauf aufmerksam machen. Heute übergaben Vertreter der Generationenallianz sowie der Jungfreisinnigen und der Jungen SVP den Befürwortern der AV2020, die in der letzten Session mit der Annahme der Vorlage ‚verschickte' Rechnung symbolisch wieder zurück – das machte einige SP-Vertreter nervös.


„Annahme verweigert" stand auf den Couverts, die heute allen Parlamentariern zugestellt wurden, die sich in der Schlussabstimmung der Frühjahrssession für die Vorlage ausgesprochen hatten. Vor dem Bundeshaus warteten Vertreter der Generationenallianz auf die gewerkschaftlichen Architekten der Vorlage, Corrado Pardini und Paul Rechsteiner (SP), um die abgelehnte Rechnung persönlich zu übergeben. Keiner von ihnen war allerdings bereit, die zurückgewiesene Rechnung anzunehmen und selber zu bezahlen – auch SP-Fraktionschef Roger Nordmann verweigerte sich und wurde sogar ausfällig. Offenbar herrscht im Lager der Befürworter der umstrittenen Altersreform schon jetzt Anspannung.


Das ist nachvollziehbar: In den Couverts befand sich die symbolische Rechnung inklusive Einzahlungsschein über 1,4 Milliarden Franken, welche die Befürworter der Reform Altersvorsorge 2020 im Parlament an alle 0- bis 45-jährigen Personen in der Schweiz stellen. Die giesskannenartige Rentenerhöhung um 70 Franken für Neurentner wird nämlich zulasten der Jungen gehen, ohne diese zu fragen: Viele von ihnen sind noch nicht volljährig und können gar nicht abstimmen. Von der Mitte-Links-Koalition wird dies scheinbar als Freipass betrachtet, um den jungen Generationen die Rechnung für ihr eigenes missratenes Paket zuzuschieben.


Alt und Jung gegen AV2020


Mit der AV2020 müssen Junge ein Leben lang für einen ungerechten und bürokratischen Rentenausbau aufkommen, ohne sich ihrer eigenen Rente sicher sein zu können. Denn die AV2020 verschiebt das Finanzierungsproblem der Altersvorsorge lediglich um einige Jahre und verschärft den Reformdruck sogar. Ungerecht ist die Vorlage auch aus der Perspektive der Senioren, da heutige Rentner die Scheinreform durch die MWSt mitfinanzieren müssen, selber jedoch keinen Zustupf erhalten.


Gegen diese doppelte Ungerechtigkeit wehrt sich die Generationenallianz. Sie vereint Personen von Jung bis Alt über alle Parteigrenzen hinweg und kämpft für ein klares Nein zur AV2020 am 24. September. Nur ein Nein ermöglicht eine echte und generationengerechte Altersreform.

 

Kontakte

Michele Barone, Vizepräsident Jungfreisinnige Schweiz, 078 731 56 45
Benjamin Schmid, Generalsekretär Junge SVP Kanton Bern, 076 467 90 13

Die Generationenallianz ist das überparteiliche und generationenübergreifende Komitee der Gegner der AV2020 und vereint Personen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die Generationenallianz setzt sich gegen die nicht nachhaltige Scheinreform AV2020 ein und wird sich im Rahmen der kommenden Volksabstimmung vom 24. September 2017 vermehrt zu Wort melden.

Auskünfte : Matthias Leitner, 079 794 32 39

 


 

Bern, 16. Juni

Medienmitteilung

Die Rentenreform: Ein ungerechtes Bürokratiemonster

Der Bundesrat hat heute die Verordnungen zur AV2020 präsentiert. Die Befürchtungen, dass die Altersreform 2020 ein Bürokratiemonster sein wird, bestätigen sich leider. Die AV2020 ist zudem ungerecht, und zwar für Jung und für Alt. Während die Jungen eine jährliche Rechnung von 1.4 Mrd. Franken für einen AHV-Ausbau bezahlen müssen, werden die Senioren davon ausgeschlossen und diskriminiert.


Nicht weniger als 60 Seiten umfasst das Bürokratiemonster AV2020. Kaum jemand hat mehr den Durchblick über diese Scheinreform. Das führt zu massiven administrativen Mehrkosten und zu hohen Kosten, die statt für Renten für die Bürokratie aufgewendet werden. Kaum jemand wird beim Rentensystem noch den Durchblick haben. Das führt zu massiver Rechts- und Planungsunsicherheit für angehende Rentnerinnen und Rentner. Dies ist die direkte Folge einer Klientelpolitik und der Vermischung der Säulen unserer Altersvorsorge.


Zudem wird noch klarer, dass es mehrere grosse Verlierergruppen dieser Scheinreform gibt. Erstens die Senioren, die durch die Einführung einer Zwei-Klassen-AHV diskriminiert werden und trotzdem über die MwSt zur Kasse gebeten werden. Zweitens sind dies die Jungen, die die Zeche für den unverantwortlichen AHV-Ausbau im Rahmen von jährlich 1.4 Mrd. zahlen müssen. Langfristig werden sie auch für die Kosten der nächsten Reform aufkommen müssen, denn die heutige Scheinreform löst die Probleme nicht, sondern verschiebt sie auf die junge Generation.


Aus all diesen Gründen wehrt sich die Generationenallianz entschieden gegen diese AHV-Scheinreform. Die Generationenallianz ist der Zusammenschluss der Gegner der ungerechten AV2020. Sie vereint Jung und Alt genauso wie Gesellschaft, Wirtschaft und Politik im Kampf gegen eine Scheinreform, die nur Verlierer hervorbringt. Nur ein Nein zur AV2020 lässt eine echte und gerechte Reform zu.

 

Kontakte:

Valentin Vogt, Präsident Arbeitgeberverband, 044 810 16 40

Petra Gössi, Präsidentin FDP.Die Liberalen, 079 347 88 71

Albert Rösti, Präsident SVP, 079 255 88 56

Hans-Ulrich Bigler, Direktor Gewerbeverband, 079 285 47 09

Heinz Karrer, Präsident economiesuisse, 079 205 10 28